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Frage: Grundfläche berechnen


Guten Tag. Wie berechne ich die Grundfläche meines Hauses? Was bedeutet Nutzfläche?
PLZ 10318 - 57.249 Aufrufe

Antwort - Einfamilienhaus

Hallo, Es ist immer die Höhe entscheidet! Nach der Wohnflächenverordnung zählen Kellerräume, Waschküchen, Heizungsräume oder Garagen nicht zur Wohnfläche. Die Flächen von Tür- und Fensterrahmen, Einbaumöbeln sowie Öfen und Badewannen werden dagegen mit eingerechnet, ausgehend von der Vorderkante. Entscheidend bei der Berechnung ist vor allem die Raumhöhe. Die Fläche unter einer Schräge bis zu einem Meter Raumhöhe zählt nicht zur Wohnfläche. Flächen unterhalb einer Schräge von einem Meter bis zu zwei Metern Raumhöhe werden nur zu 50 Prozent angerechnet. Dasselbe gilt für Räume, zum Beispiel Dachkammern, die weniger als zwei Meter hoch sind. Räume und Raumteile mit einer Höhe von mindestens zwei Metern und darüber werden zur 100 Prozent zur Wohnraumfläche gezählt. Flächen unterhalb von Treppen in der Wohnung werden nach demselben Prinzip berechnet: Bis zu einer Treppenhöhe von einem Meter (beziehungsweise drei Stufen) wird der Platz darunter nicht zur Wohnfläche gezählt, bei einer Treppenhöhe zwischen ein und zwei Metern werden 50 Prozent berechnet und erst ab einer Höhe von zwei Metern gilt die Fläche darunter zu 100 Prozent als Wohnfläche. Schornsteine, Vormauerungen, Pfeiler und freistehende Säulen werden nicht zur Wohnfläche gerechnet, wenn sie höher als 1,50 Meter und größer als 0,1 Quadratmeter sind, das entspricht einer Kantenlänge von etwa 31 Zentimetern. Tür-, Fenster- und Wandnischen, die nicht bis zum Fußboden gehen, zählen ebenso nicht. Wenn sie bis zum Boden reichen, kommt es auf die Tiefe an: Nischen müssen mindestens 13 Zentimeter tief sein, um angerechnet zu werden. Ungeheizte Wintergärten und Schwimmbäder zählen im Gegensatz zu beheizten nur mit der Hälfte ihrer Grundfläche. Bei Balkonen, Dachgärten und Terrassen lässt die Verordnung Spielraum: Deren Grundflächen sind in der Regel zu einem Viertel, höchstens aber zur Hälfte mit einzubeziehen. Unterschied zwischen Nutzfläche, Wohnfläche und Grundfläche Während mit der Nutzfläche der Anteil der Grundfläche bezeichnet wird, der entsprechend der Zweckbestimmung genutzt werden kann, bezieht sich die Wohnfläche auf die Gesamtheit der anrechenbaren Raumgrundflächen, die zu einer Wohnung oder einem Haus zählen. Der Unterschied besteht somit darin, ob die betreffenden Flächen genutzt oder bewohnt werden können. Welche Grundflächen als Wohnfläche gelten, ist in der Wohnflächenverordnung geregelt. Nicht zur Wohnfläche zählen die Grundflächen von Zubehörräumen wie etwa Dachräumen und Kellern, Wirtschafts- und Geschäftsräumen oder Räumen, die nicht den Anforderungen des Bauordnungsrechts entsprechen. Als Grundfläche eines Gebäudes wird wiederum diejenige Fläche bezeichnet, die ein Gebäude oder ein Teil eines Gebäudes auf dem Boden zeichnet, also die Begrenzungsfläche des Gebäudes bzw. Raumes. Am Beispiel eines Einfamilienhauses lässt sich diese Unterscheidung zwischen Nutzfläche, Wohnfläche und Grundfläche besonders gut verdeutlichen. Umfasst beispielsweise der Keller einen Vorratsraum, einen Öllagerraum, einen Flur und einen Treppenraum, dann ist laut Wohnflächenverordnung keine der Grundflächen dieser Räume als Wohnfläche einzustufen. Laut DIN 277 sind die Grundfläche des Vorratsraumes als Nutzfläche, die des Öllagerraumes als Funktionsfläche und Flur sowie Treppenraum als Verkehrsfläche aufzufassen. Im Erdgeschoss ergibt sich gemäß Wohnflächenverordnung bzw. DIN 277 folgende Einteilung: Küche, Hauswirtschaftsraum, Wohn- und Essraum sowie Gäste-WC sind sowohl Wohn- als auch Nutzflächen. Windfang und Flur hingegen sind zwar zur Wohnfläche zu zählen, werden gemäß DIN 277 jedoch als Verkehrsfläche eingestuft. Ebenfalls als Verkehrsfläche ist der Treppenraum einzustufen, der gemäß Wohnflächenverordnung auch nur zur Hälfte als Wohnfläche angerechnet werden darf. Ich hoffe das ist so verständlich ? LG Ralf Hagedorn

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