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Haus kaufen - aber richtig!

So klappt der Traum vom Eigenheim.
Haus kaufen - aber richtig!
Bildnachweis: © pixabay
Ein Eigenheim ist der Traum von vielen. Besonders in Zeiten rasant ansteigender Mietpreise rückt er ins Visier. Vor allem Familien streben ein eigenes Heim an, um den Kindern ein schönes Zuhause mit hinreichend Platz zu bieten. Doch bis zur Traumerfüllung ist es ein langer Wert, der so manche Falle birgt. Diese hilfreichen Fragen und Antworten helfen dabei, geschickt die richtige Immobilie ohne Reue zu kaufen.

Optimale Lage

Zweifelsohne ist die Lage der Immobilie entscheidend. Sie trägt direkt zum Wohlbefinden der Hausbewohner bei und verhindert, dass das Objekt an Wert verliert. Bei der Wahl der richtigen Lage sollten persönliche und allgemein gültige Faktoren herangezogen werden. Der erste Eindruck täuscht selten. Das Straßenbild und die umstehenden Gebäude sollten sich genau angesehen werden. Wohnen nebenan laute Nachbarn? Ist die Straße stark befahren? Wo sind die nächste Einkaufsmöglichkeiten und Haltestellen? Dies sind Fragen, die bedeutsam sind. Außerdem dürfen die Bedürfnisse der Kinder nicht außer Acht gelassen werden. Die Sprösslinge freuen sich über andere Kinder in den Nachbarschaft, einen kurzen Fußweg zur Schule und einen Sportverein in der Nähe. Wer eine Immobilie kaufen wird, plant zudem zumeist längere Zeit darin zu wohnen. Daher darf ein Blick in Richtung Zukunft nicht fehlen: Wie wird sich die Wohngegend entwickeln? Im Bauamt oder bei der Bauaufsichtsbehörde lässt sich in Erfahrung bringen, ob es schon Baugenehmigungen für die Errichtung weiterer Gebäude gibt. Eventuell verschwinden so noch bestehende Parks oder die Aussicht auf den Fluss.

Der richtige Preis

Der Preis der Immobilie hängt entscheidend von dem Objekt und der Lage ab. Auch die zukünftige Entwicklung des Mikrostandortes ist bedeutsam. Bei einer Besichtigung lässt sich der gerechtfertigte Immobilienwert nur schwer abschätzen. Es kann lohnenswert sein, die Nachbarn nach dem Wert ihres Grundstücks zu befragen. Dies gestaltet sich unter Umständen etwas schwierig. Daher ist es ebenfalls ratsam, einen zuständigen Gutachterausschuss heranzuziehen. Ergänzend dazu hilft ein Sachverständiger, der für rund 1.500 bis 3.000 Euro ein schriftliches Verkehrswertgutachten anfertigt. Dieses unterstützt den Interessenten zudem beim Finanzierungsantrag bei der Bank. Von großer Wichtigkeit ist es ferner, sich vor dem Kauf den Energiepass des Hauses zeigen zu lassen. In diesem stehen bedeutende Informationen zum Energiebedarf sowie dem Energieverbrauch des Objektes. So erhalten Hauskäufer eine reelle Einschätzung über die zukünftigen Nebenkosten sowie mittelfristig vorzunehmende Modernisierungsmaßnahmen. Sobald der Sachverständige den Immobilienwert ermittelt hat, lohnt es sich, in Preisverhandlungen zu gehen. Gerade in schwierigeren Märkten lässt sich der Preis ein wenig drücken. Hauskäufer müssen ferner daran denken, dass zusätzlich zum Kaufpreis rund 10 % Erwerberkosten kommen. Zu diesen zählt unter anderem der Notar und die Grunderwerbssteuer.

Die Finanzierung der Immobilie

Nur die wenigsten können den Hauskauf ohne Finanzierung stemmen. Bei den niedrigen Zinsen bietet sich dieses auch geradezu an. Der Klassiker ist das Annuitätendarlehen bzw. Hypothekendarlehen, bei der Hauskäufer jeden Monat eine feststehende Rate überweist. Eine lange Laufzeit des Kredits ist aufgrund der Niedrigzinsen ratsam. Dementsprechend ist gleichzeitig eine hohe Tilgung gut, damit eine anschließende Folgefinanzierung möglichst gering ausfällt. Es ist wichtig, vorab genau zu kalkulieren, wie hoch die monatliche Belastung sein kann. Ist diese zu hoch, kommt im neuen Heim schnell Unfrieden auf. Der bekannte Bausparvertrag eignet sich nur, wenn der Hauskauf in ferner Zukunft liegt. Von Kreditkombinationen mit Lebensversicherung oder Investmentfonds raten Experten in der Regel ab. Immer müssen Lebensversicherung oder Fonds dafür den prognostizierten Betrag erbringen, was nur selten passiert. Finden Umbau- und Anbaumaßnahmen an dem Haus statt, ist eine Schufa-Auskunft über den Bauträger sowie den Architekten wichtig. Zudem sollte der Hauskäufer vom Bauträger eine Bürgschaft über seine Leistungen verlangen.

Versicherungen sind wichtig

Mit dem Hauskauf hören die Kosten nicht auf. Neben den allgemeinen Endstandhaltungskosten fallen regelmäßig Versicherungsbeiträge an. Einige Versicherungen sind unwichtig, während andere elementar sind. Zu den bedeutenden Versicherungen zählt die Wohngebäudeversicherung, die bei Schäden durch Hagel, Feuer, Sturm und Leitungswasser greift. Ergänzend dazu gibt es Versicherungen gegen Elementarschäden. Diese können abgeschlossen werden, sofern das Objekt durch Schneedruck, Erdrutsch, Erdbeben und Hochwasser gefährdet ist. Zum Schutz des Inventars lohnt sich eine Hausratversicherung. Diese ist vor allem ratsam, wenn es im Haus viele wertvolle Gegenstände gibt. Wer über einen längeren Zeitraum sein Eigenheim abbezahlt, sollte über eine Risikolebensversicherung, Restschuldversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung nachdenken. Ansonsten kann schnell ein exorbitanter Schuldenberg anwachsen.

Ein Hauskauf lohnt sich

Obgleich es beim Hauskauf viel zu beachten gibt, ist es eine lohnenswerte Investition, wenn sie geschickt erfolgt. Familien bauen so ihr eigenes Heim auf, was mit schönen Kindheitserinnerungen gefüllt wird. Es entwickelt sich zu einem Zuhause für eine lange Zeit und erhält einen hohen immateriellen Wert. Zugleich ist das Eigenheim eine gute Absicherung für das Alter und damit ein Garant für einen geruhsamen Schlaf.

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