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Frage - Ernährung


Omega 3 und 6 Fettsäuren

Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren? Was ist dran an einer entzündungshemmenden Wirkung im Körper? Welches ist für was genau zuständig? Beste Grüße
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3 ANTWORTEN

Fragen und Antworten -  Melanie Wiedemann-Arnold aus NorathGuten Morgen,

eines ist schon mal klar - Fettsäuren sind unglaublich wichtig! :-)

Omega 6 ist zuständig für wichtig für Wachstum, Wundheilung und auch Infektionsabwehr.

Genügend Omega-3 vermindert z. B. das Schlaganfall-Risiko und ist wichtig für eine optimale Gehirnentwicklung des Babys schon in der Schwangerschaft. Zu wenig Omega-3 kann z. B. Depressionen begünstigen, aber auch bei Kindern die hyperaktiven sind, wurde ein Mangel festgestellt.

Wichtig ist das richtige Verhältnis in dem beide Fette stehen sollen. Man sollte höchstens viermal so viele Omega-6 wie Omega-3 Fettsäuren zu sich nehmen (Verhältnis von 4:1). In der heutigen Zeit ist das Verhältnis aber meist bis zu 20:1.

Das ist deshalb problematisch, da beide Fettsäuren das gleiche Enzym benötigen, um abgebaut und zersetzt zu werden. Wird Omega-6  vom Körper verarbeitet, kann also gleichzeitig weniger Omega-3 gefördert werden. So entsteht dann ein Mangel!

Doch wo finde ich ein gutes Omega-6 Omega-3 Verhältnis? In der paleo Ernährung wird z. B. natives Olivenöl (8:1) empfohlen. Es gibt natürlich auch noch einige andere Lebensmittel: Lachs, Hering, Rindfleisch, Nüsse, Ghee, Kokosnussfett etc.. Doch nicht nur das richtige Verhältnis ist wichtig sondern auch die Herkunft! Am besten alles nach und nach beim Einkaufen prüfen und umstellen! :-)

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Moderne Steinzeitgrüße schickt Melanie

PS: Hier gibt es noch einen tollen ausführlichen Bericht: https://www.paleo360.de/gesunde-ernaehrung/omega-3-vs-omega-6-ueberlebenswichtige-fettsaeuren/ 8
Antwort ist nicht rechtsverbindlich. Keine Gewähr für Aktualität oder Vollständigkeit.

1 KOMMENTAR

Jana K. vom 14.01.2018
Danke für die ausführliche Antwort. Einen schönen Abend.
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Fragen und Antworten - Dipl. Oec.Troph. Cornelia  Promny aus KölnHallo
da ist sehr viel dran. Aber auch nicht so schnell zu erklären. Entzündungshemmend sind die Omega 3. Aber wie immer ist die Dosis entscheidendOmega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind in gewisser Hinsicht wie ein launisches Ehepaar:

Im Idealfall ergänzen sie sich perfekt, doch wenn das Verhältnis nicht stimmt, sind sie einander der größte Feind.
Während Omega-6-Fettsäuren unter anderem die Blutgefäße verengen und Entzündungen fördern
bewirken
Omega-3-Fettsäuren das genaue Gegenteil.
Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren bei 2:1 bis maximal 5:1, dann heben sich diese Wirkungen gegenseitig auf,
der Körper nimmt also keinen gesundheitlichen Schaden durch die Omega-6-Fettsäuren.
Verhältnis aber deutlich über 5:1, erhöht sich das Risiko von Herzerkrankungen, Bluthochdruck oder Rheuma drastisch.

Bei unseren Vorfahren in der Steinzeit stimmte das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 noch weitgehend.
Viele Lebensmittel, die vor rund 10.000 Jahren fast ausschließlich auf dem Speiseplan standen, wiesen die „perfekte“ Relation von 2:1 bis 3:1 auf (etwa Fisch, Wild, Geflügel oder Innereien).
Bei vielen Obst- und Pilzsorten ist der Omega-3- sogar höher als der Omega-6-Anteil.

Schätzungen der Universität Hohenheim zufolge lag das Omega-6- zu Omega-3-Verhältnis bei einem Steinzeitmenschen etwa bei 2-3:1.
In den westlichen Industrienationen liegt das Verhältnis heute jedoch nicht selten bei 15:1 bis 20:1.
Nun mag man sich fragen, warum das so ist, schließlich stehen auch bei uns häufig Obst, Fisch und Fleisch auf dem Speiseplan.
Viele Getreideprodukte weisen ein Verhältnis von 10:1 und mehr auf (z.B. Roggen 11,5:1; Weizen 14:1).
Sie sind jedoch deswegen nicht aus dem Speiseplan zu streichen, schließlich gehört zu einer gesunden Ernährung auch ein ausgewogenes Verhältnis der Makronährstoffe.
Viel schwerwiegender ist da, dass viele Fleisch- und Milchprodukte aus Mastbetrieben stammen.

Die Tiere werden dort vorwiegend mit Getreide und Soja gefüttert, beides sind Stoffe mit einem hohen Omega-6-Anteil, der an den Menschen als Endverbraucher weitergegeben wird.
Im Übrigen haben auch Lachse aus Zuchtfarmen einen deutlich niedrigeren Omega-3-Anteil als Wildlachse.Problematisch ist auch, dass wir in der Küche viele Fette und Öle mit einem außergewöhnlich hohen Omega-6-Wert verwenden.
z.B.:Sonnenblumenöl.

Aber auch viele Margarinen (je nach Typ bis zu 80:1) und Frittierfette bringen die Bilanz aus dem Gleichgewicht.

Verhältnismäßig gute Werte liefern dagegen
Olivenöl (11:1,
Sojaöl (7:1),
Walnussöl (6:1) und
Rapsöl (2:1).
Den höchsten Omega-3-Gehalt hat im Übrigen das Leinöl mit 1:4.
Eine hohe Omega-6-Zufuhr ist in unserer Zeit kaum zu vermeiden, ein Verhältnis von 2:1 folglich ist für die Wenigsten zu erreichen.
Daher muss das Ziel „Schadensbegrenzung“ lauten:
Greifen Sie mehr zu Lein- oder Rapsöl, reduzieren Sie vor allem Transfette und achten Sie – sofern Sie sich leisten können – beim Einkauf von Fleisch und Milchprodukten auf die Herkunft. Deine Gesundheit wird es Dir danken.
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Fragen und Antworten -  Bettina Bartaune aus BerlinUnser Körper braucht sowohl Omega 3 als auch Omega 6 Fettsäuren, die beide zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren gehören, vom Körper aber nicht selbst hergestellt werden können.

Leider ist bei den meisten Menschen die Ernährung Omega 6 lastig. Laut Erhebungen kommt über die Ernährung ca. zehnmal mehr Omega 6 Fettsäure im Körper an. Das gesundheitlich beste Verhältnis sollte aber 1:1 sein.

Beide Fettsäuren regulieren Entzündungsreaktionen im Körper, Omega 3 wirkt entzündungshemmend, Omega 6 dagegen entzündungsfördernd. Das ist natürlich sehr vereinfacht ausgedrückt, die Vorgänge im Körper sind wesentlich komplexer. Ein gesundes Gleichgewicht entsteht bei einem Verhältnis von 1:1, lt. WHO max. 4:1 Omega 6 zu Omega 3 Fettsäuren.

Omega 6 Fettsäuren finden sich in tierischen Lebensmitteln, wie Milchprodukte, Fleisch und in Fetten, wie Sonnenblumenöl und Margarine.
Omega 3 Fettsäuren finden sich hauptsächlich in fettem Fisch, Walnüsse, Leinöl, Rapsöl, Hanföl.

Der beste Weg zu einem ausgeglichenen Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6 ist eine ausgewogene Ernährung.
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